Geographische Lage und Klima
Albanien hat eine Fläche von 28.748 Quadratkilometern.
Das Land liegt im Westen der Balkanhalbinsel und grenzt im Norden an die Republik Montenegro (287 km), im Nordosten an das Kosovo und die frühere jugoslawische Republik Nordmazedonien (151 km) sowie im Süden und Südosten an Griechenland (282 km). Albanien liegt im Westen an der adriatischen und ionischen See mit einer Küstenlänge von 476 km. Über die Straße von Otranto sind es lediglich 72 km nach Italien. Die mittlere Lage über dem Meeresspiegel beträgt 708 m und der höchste Berg, Korab an der Grenze zu Mazedonien, ist 2.753 m hoch. Das Klima an der Küste ist typisch mediterran mit milden, feuchten Wintern sowie warmen, sonnigen und recht trockenen Sommern. Das Inlandsklima variiert je nach Höhe, höhere Lagen ab 1.500 m sind jedoch oft kälter und im Winter schneebedeckt.
Bevölkerung
Albanien hat eine Bevölkerung von etwa 3,3 Millionen Einwohnern, etwas mehr als die Hälfte davon leben in Dörfern und ländlichen Gebieten. Die Bevölkerung ist ethnisch homogen, mit 95% Albanern und kleinen Minderheiten von Griechen (3%) sowie Walachen, Roma, Montenegriner, Mazedonier und Bulgaren (insgesamt 2%).
Hauptstadt und wichtigste Städte
Tirana: Hauptstadt Albaniens seit 1920, 598.176 Einwohner (2023, geschätzt).
Durres: wichtigster Hafen der Hauptstadt, 265.330 Einwohner.
Shkodra: wichtigstes Zentrum im Nordwesten Albaniens, 217.375 Einwohner.
Korca: größtes Zentrum im Südosten Albaniens, 220.438 Einwohner.
Vlora: größtes Zentrum im Südwesten Albaniens, 184.279 Einwohner.
Sprache
Albanien ist eine Sprache der großen indo-germanischen Familie und ist daher bis zu einem gewissen Grad mit fast allen europäischen Sprachen verwandt. Gleichzeitig gibt es keine größere historische Nähe des Albanischen zu irgendeiner anderen Sprache oder Sprachgruppe des indo-germanischen Sprachstammes. Vielmehr bildet das Albanische innerhalb desselben eine eigene Sprachgruppe. Man geht davon aus, dass das Albanische sich aus einer ausgestorbenen paläo-balkanischen Sprache entwickelt hat, und zwar aus dem Illyrischen oder dem Thrakischen. Neben dem Albanischen sprechen die meisten Albaner auch Italienisch und kennen sich im Englischen aus.
Landesflagge
Die offizielle Flagge Albaniens zeigt einen schwarzen, doppelköpfigen Adler im Zentrum eines roten Hintergrunds. Das Emblem der albanischen Flagge wurde aus dem mittelalterlichen Wappen des Gjergj Kastrioti (genannt: Skanderbeg) entwickelt, welcher eine albanische Revolte gegen das Osmanische Reich und das Land in eine kurze Zeit der Unabhängigkeit von 1443 bis 1468 führte.
Politisches System
Albanien ist eine präsidentielle parlamentarische Demokratie. Das albanische Parlament besteht aus einem Einkammersystem, der „Volksversammlung“ oder „Kuvendi Popullor“. Die Versammlung hat 140 Sitze. 100 Delegierte werden direkt gewählt, die weiteren 40 im Rahmen einer Verhältniswahl. Die Legislaturperiode beträgt vier Jahre. Die Volksversamm-lung wählt den Präsidenten für eine Amtszeit von fünf Jahren. Der Präsident der Republik ist das Staatsoberhaupt und repräsentiert die Einheit des Volkes. Er hat umfassende Voll-machten als Oberster Befehlshaber der Armee und Vorsitzender des Nationalen Sicherheits-rats. Er ist außerdem der Vorsitzende des Hohen Justizrats. Die rechtsprechende Gewalt liegt in den Händen des Hohen Justizrats, des Verfassungsgerichts, des Hohen Gerichtshofs und weiteren Gerichten sowie der Staatsanwaltschaft. Der Präsident hat eine große Macht über den Rechtsprechungsprozess in Albanien, sowohl als Vorsitzender des Hohen Justizrats als auch weil er alle Richter ernennt. Der Präsident der Republik ernennt den Ministerpräsi-denten auf Vorschlag derjenigen Partei oder Koalition, die die Mehrheit der Parlamentssitze innehat. Die Exekutive wird vom Ministerrat geführt, dem der Ministerpräsident vorsitzt.
Die Wirtschaft
Albanien befindet sich auf dem Weg zu einer offeneren Marktwirtschaft. Das Wirtschafts-wachstum lag von 2004 bis 2008 bei durchschnittlich 6%, verlangsamte sich jedoch auf 3% in der Periode 2009 bis 2011. Die Inflationsrate ist niedrig und stabil. Die Regierung hat Maßnahmen zur Bekämpfung der Kriminalität ergriffen und eine Fiskalreform eingeleitet, um die Wirtschaft zu stärken und ausländische Investoren anzuziehen. 20% der Fläche Albaniens sind fruchtbares Ackerland. Das Land hat noch unerschlossene natürliche Ressourcen (einschließlich Chrom – eine der wichtigsten albanischen Devisenquellen) und hervorragende Humanressourcen (die Bevölkerung ist sehr jung und die Alphabetisierungsrate beträgt 99,1%). Das Durchschnittsalter beträgt 30,4 Jahre (2011) und geschätzte 47,8% der Bevölkerung (2010) arbeiten in der Landwirtschaft. Die Arbeitslosen-quote betrug offiziell 13,3% im März 2012. Obwohl die Landwirtschaft den größten Wirtschaftszweig Albaniens darstellt – er steht für ein Fünftel des BIP – ist sie modernisierungsbedürftig und besteht überwiegend aus Kleinbauern. Dies führt zu Ineffizienz, die – neben Stromausfällen – Investitionen aus dem Ausland – die niedrigsten in der Region - abbremst. Zur Eindämmung der Stromausfälle hat die Regierung nahe Vlora ein neues Wärmekraftwerk entwickelt und plant die Moderni-sierung von Stromleitungen zwischen Albanien und Montenegro und dem Kosovo. Gesetzes- und Steuerreformen wurden ebenfalls zwecks Erhöhung der Auslandsinvestitionen eingeführt. Mithilfe von EU-Geldern erneuert die Regierung das schlechte Straßen- und Schienennetz des Landes, ein weiteres langfristiges Hindernis eines nachhaltigen Wirt-schaftswachstums. Die Hauptindustrien Albaniens sind Nahrungsmittelverarbeitung, Textilien und Kleidung, Holz, Öl, Zement, Chemikalien, Bodenschätze, Metalle und Wasserkraft. Exportgüter sind Textilien und Schuhe, Asphalt, Metalle und metallische Erze, Rohöl, Gemüse, Früchte und Tabak. Albanien ist nach wie vor ein recht armes Land nach europäischen Maßstäben, mit 12,5% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze und einer Staatsverschuldung von 59,5%, knapp unterhalb der gesetzlichen Schuldengrenze. Etwa 8% des BIP stammen aus Überweisungen von im Ausland, hauptsächlich in Griechenland und Italien arbeitenden Albanern. Diese Überweisungen sowie ausländische Entwicklungshilfe werden auch in Zukunft das wachsende Handelsbilanzdefizit eindämmen. Während die albanische Wirtschaft teilweise von der globalen Finanzkrise abgeschottet war, äußerte sich deren Einfluss in einem verlangsamten Wachstum. Das Land bleibt wegen seiner engen Handels- und Bankenbeziehungen zu Griechenland und Italien insoweit weiterhin verletzlich. Aufgrund der Krise in Griechenland sind einige albanische Arbeitskräfte bereits nach Hause zurückgekehrt und haben damit die Summe der Überweisungen gesenkt.
Geschichte
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Währung
Anreise/Abreise
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Fluggesellschaften am Tirana International Airport:
- Adria Airways
- AirOne
- Alitalia
- Austrian Airlines
- Belle Air
- British Airways
- German Wings
- Jetairfly
- Lufthansa




